Außerdem: Hat man sich seinen guten Ruf erstmal ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert (frei nach Wilhelm Busch). :P
Im Ernst, es ist leicht sich zu verstellen. Was wirklich schwierig ist, ist ganz man selber zu sein und alle Masken fallen zu lassen. Einfach mal nach der Devise "Friss oder stirb" - magst du mich, so wie ich bin oder lass es halt bleiben. Das erfordert Mut und das Vertrauen in sich selbst, dass man schon ganz ok ist, so wie man ist. Ich hab sehr gute Freunde und davon einen ganzen Haufen und zum Glück sind die alle nicht ganz normal, was vermutlich der Grund ist, warum ich sie zu meinen Freunden zähle. Genau ihre persönlichen grandiosen Andersartigkeiten machen sie erst zu den unfassbar tollen Menschen, die sie sind und weswegen ich sie in mein Herz geschlossen hab.
"Normal". Wer will denn bitte schon "normal" sein? Das hört sich für mich wie eine Beleidigung an. Wenn jemand auf mich zu kommen und sagen würde: "Hey, du bist aber ganz schön normal geworden!", wäre meine Reaktion vermutlich: "Alter, das find' ich überhaupt nicht nett sowas zu sagen! Selber normal!"
Bei meiner Konfirmation hat der Pastor eine tolle Predigt gehalten. Dabei hielt er einen alten, vergoldeten Bilderrahmen hoch, drehte und wendete ihn und sagte: "Fallt aus dem Rahmen! Seid anders und habt den Mut, ihr selbst zu sein!". Damals hat man die Message vielleicht noch gar nicht so aufgenommen, aber heute denke ich immer wieder daran zurück und glaube, dass er der Erste war, der uns damals sagte, dass wir gut so sind, wie wir sind. Ich denke, dass die meisten Menschen das viel zu wenig zu hören kriegen.
Vor ein paar Tagen erst hatte ich so ein Gespräch mit einer sehr lieben Freundin, was vermutlich auch der Auslöser für diesen Blogpost war. Sie fragte mich, ob es schlimm ist, dass sie anders ist und ob das für andere andere anstrengend wäre. Ich finde gerade die außergewöhnlichen Seiten an einem Menschen so interessant und die, die sich als angepasst und glattgebügelt verkaufen eher unspannend. Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich immer absichtlich nicht die Produkte kaufe, die im Fernsehen mit diesem "Happy-normal-family-Bild" werben, wenn ihr versteht, was ich meine. Aber vielleicht ist das auch nur eines der letzten Überbleibsel aus meiner Punkphase im Teenageralter.
"Oh ja, lasst uns alle in komplett weißen Klamotten auf der frisch gemähten grünen Wiese liegen und saftige rote Erdbeeren essen, während die frisch gewaschene Wäsche vor dem mit Schäfchenwolken übersäten blassblauem Himmel flattert....". Nein. Lust auf eine Wasserschlacht? Ich hol eben meine Super Soaker* aus der Garage.
So, genug erstmal dazu. Seid euch sicher, meine wundervollen LeserInnen, ihr seid fantastische und großartige Leute! Allein schon die Tatsache, dass ihr das hier bis zum Ende gelesen habt und Interesse an meinem Leben zeigt, macht euch für mich zu außergewöhnlich tollen Menschen!
Also: Alle die Buntstifte aus dem Scout-Mäppchen rausgeholt und eine Runde über den Rand malen!
Bis bald!
Eure Charlotte
* Das ist eine Super Soaker:
Früher hatten alle Kinder in der Umgebung sowas und sobald die Temperaturen über die 20°C-Marke geklettert sind, liefen wir nur noch so bewaffnet durch die Straßen...
TANTRUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUM
AntwortenLöschen(ist das Beweis genug, dass dein Eintrag wahr ist?)
I love you, wifi. ♥
Hihi, du bist süß!
LöschenFreu mich so derbst auf den Spätsommer!!!! :)
Love you, too! ♥
Mal ehrlich: so einen Blödsinn habe ich selten gelesen. "Oh, ich bin ja ach so verrückt!" - indem man sagt, dass man nicht normal ist, wird man automatisch normal. Wer betonen muss, wie andersartig er sein will, ist offensichtlich im "richtigen" Leben nicht andersartig genug, sonst musste man es nicht betonen.
AntwortenLöschenFinde ich klasse das du jemanden versuchst aufzumuntern und dieses so öffentlich machst. Klasse du hast Mut!
AntwortenLöschenDanke! Genau das war die Intention dahinter.. :)
LöschenGrüße :)